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Ein halbes Jahrhundert – Unsere Geschichte

„Spielerisch unsere Gesellschaft bewegen“ ist der Claim der sich in unseren Werbeunterlagen immer wieder findet. Er beschreibt wofür wir stehen, was wir verkörpern und was wir tun. Bei OBRA-Design dreht sich alles ums Bewegen! Doch das war nicht immer so, denn die Anfänge unseres Unternehmens lagen in ganz anderen Produkten.

In den 60iger Jahren des 20. Jahrhunderts waren Spielplätze, so wie man sie heute kennt, in Europa noch nicht bekannt. Damals suchten sich Kinder ihre Spielplätze in Wäldern, nicht bebauten Freiflächen oder auch auf Straßen. Spezielle Einrichtungen, die für das Spielen vorgesehen sind, gab es nicht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass OBRA-Design zu Beginn keine Spielgeräte, sondern Gartenzäune produzierte. Im Gründungsjahr 1968 fanden sich Peter Philipp und sein Onkel Otto Bramerdorfer, dessen Name für den heutigen Markennamen OBRA herangezogen wurde, zusammen und gründeten in der kleinen Gemeinde Neukirchen an der Vöckla eine Firma. Die Produktionsstätte befand sich damals beim Wohnhaus von Otto Bramerdorfer. In den 1960er und 1970er Jahren war der „Jägerzaun“, ein genagelter Scherengitterzaun aus halbrunden Latten, eine sehr beliebte Einfriedung für Privatgärten, auf dessen Produktion sich das junge Unternehmen spezialisierte. Aus diesem Grund wurde der Platz schnell zu klein, und somit erfolge 1972 der Umzug an den heutigen Firmenstandort im Satteltal, zwischen den Orten Neukirchen und Zipf, statt.

spielplatz obra 1970

Trotz des regelrechten Verkaufs-Booms der Gartenzäune bewies Peter Philipp unternehmerischen Weitblick und setzte sich mit der Findung eines weiteren Standbeins für die Produktion auseinander. Da er selbst damals bereits Vater von 2 Kindern war, kam ihm die Idee, Spielgeräte für Kinder zu entwickeln und produzieren. Um die Aufmerksamkeit auf diese neuen Produkte zu lenken, wurden PR-Artikel in Zeitschriften geschaltet. Genau auf solch einen Artikel in der Zeitschrift „Architektur aktuell“ nahm Architekt DI Adolf Wocelka Kontakt zum Geschäftsführer von OBRA auf, und präsentierte seine Entwürfe eines Kinder-Spielgeräteprogramms. Diese Entwürfe waren genau der zündende Funke, den es für das zweite Standbein, die Spielgerätefertigung, brauchte. Es wurden serienreife Produkte entwickelt und 1974 in Wien auf der „Wiener internationalen Gartenschau“ erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Die Spielgeräte trafen genau den Puls der Zeit, denn andere Architekten und die öffentliche Hand fanden Gefallen an diesen neuen Produkten. Vor allem die Stadt Wien sprang sofort auf den Zug auf und verwirklichte zusammen mit OBRA-Design schon Mitte der 70er Jahre erste große Spielplätze.

 

luftaufnahme betriebsgelaende obra 1979

Dies spiegelte sich in den Betriebserweiterungen zwischen 1975 bis 1979 wieder, bei denen die Spielgeräte-Fertigung in 3 Bauphasen erweitert wurde. In diesem Zeitraum, genau genommen 1978, fand ein weiteres wichtiges Ereignis in unserer Firmengeschichte statt. Im Gefolge des Besuchs der dänischen Königin in Österreich war eine dänische Wirtschaftsdelegation angereist, der auch der kaufmännische Geschäftsführer der Firma Kompan, Mogens Frederiksen, angehörte. Peter Philipp erkannte das Potential der Produkte der Firma Kompan für den Österreichischen Markt. OBRA-Design konnte fortan als exklusiver Partner für Kompan in Österreich auftreten. Diese Partnerschaft überdauerte mehrere wechselnde Eigentümer, bis die Vertriebsstrategie des Konzerns schließlich 2015 grundlegend geändert wurde.

Die 1980er Jahre waren bei OBRA-Design durch vermehrte Anstrengungen in den Auf- bzw. Ausbau des Vertriebsapparats sowie die Erweiterung des Produktprogramms geprägt. 1986 wurde in eine moderne Vakuum-Kesseldruckimprägnieranlage mit 14 m Länge investiert um den steigenden Bedarf an kesseldruckimprägniertem Holz gerecht zu werden.

brand1988

Doch wie das Leben so spielt gab es in der Firmengeschichte nicht nur positive Ereignisse. So musste am 15. Mai 1988 nach einem Großbrand, bei dem die Halle 1 sowie der Dachstuhl des Bürogebäudes zerstört wurden, ein Rückschlag hingenommen werden. Da der Brand mitten in der Saison stattfand, musste der Wiederaufbau schnell von statten gehen. Darüber hinaus wurde aus diesem negativen Ereignis auch etwas Positives geschaffen und im Zuge des Wiederaufbaus das Bürogebäude erweitert und modernisiert.

vacuum kesseldruckimpraegnieranlage

In den 1990er Jahren konnten schließlich die Früchte der Arbeit, die in den Aufbau des Vertriebsapparats gesteckt wurde, geerntet werden. Dieser wirtschaftliche Aufschwung wurde bei OBRA-Design genutzt um die eigene Fertigung und das Produktsortiment auszubauen. So wurde 1996 in das erste CNC Bearbeitungszentrum investiert und ein großes Hochregallager als Versandzentrum errichtet. 1997 ging es mit der Errichtung eines Zubaus an das bestehende Büro weiter. 1998 wurde im Zuge des 30jährigen Bestandsjubiläums der Firma, der neben dem Werk errichtete Ausstellungsspielplatz feierlich eröffnet. Im letzten Jahr des 20. Jahrhunderts wurde als Abschluss der großen Investitionsphase ein weiteres CNC-Abbundzentrum installiert.

zubau obra 1997

beliebte turmanlage 1990

Ebenso in den 1990er Jahren wurde damit begonnen, Kontakte zu Handelsvertretungen außerhalb Österreichs zu finden und somit durch den Export eine neue Absatzmöglichkeit für OBRA-Design zu erschließen.

Über viele Jahre hinweg hat Peter Philipp gemeinsam mit seiner Frau Monika, die ihn stets in seiner Arbeit unterstützte, sowie seinem Kompagnon und Freund Max Hager das Unternehmen mit viel Arbeit, Ehrgeiz, Mut und mit fleißigen Mitarbeitern zu einem florierenden Mittelbetrieb entwickelt. Anfang der Jahrtausendwende war klar, dass beide Söhne ins Unternehmen eintreten werden, und so begann er, die zeitgerechte Unternehmensübergabe zu planen. So bekamen beide ihren eigenen Verantwortungsbereich, damit er sich selbst schrittweise zurückziehen konnte, bis schließlich 2007 die Geschäftsleitung an Michael und Florian Philipp übergeben wurde.

Ebenso 2007 wurden das neue Kommissionierzentrum mit angeschlossenem Hochregallager sowie die Färbehalle in Betrieb genommen. Für diese neuen Produktionsbereiche musste der Ausstellungsspielplatz weichen. Da dieser über die Jahre allerdings zu einer solchen Attraktion wurde, beschäftigte man sich in der Geschäftsleitung gemeinsam mit Peter Philipp damit, ein neues Ausstellungsgelände zu planen. Es sollten aber noch ein paar Jahre ins Land ziehen, bevor dieses Vorhaben realisiert wurde. Zuerst wurde 2009 in ein neues Abbundzentrum der Firma Hundegger, als Ersatz des technisch veralteten ersten Abbundzentrums, investiert. Diese Investition brachte auch eine Weiterentwicklung der Fertigung mit sich, denn fortan konnten die Planungsdaten aus der Konstruktion direkt auf die CNC-Maschine übertragen werden.

anlieferung hundegger k2i

Parallel dazu liefen die Überlegungen für den neuen Ausstellungsspielplatz weiter. Dabei wurde aus einem reinen Ausstellungsgelände bald ein ganzer Park, da Peter Philipp schon viele Jahrzehnte die Idee hatte, einen rein mit Spielgeräten bestückten Freizeitpark zu bauen und zu betreiben. Auch Michael und Florian sahen in dem Vorhaben großes Potenzial für das Unternehmen, sich als kompetenter Hersteller zu positionieren und eine Testfläche für Prototypen und Neuheiten zu schaffen. Also wurde durch ein renommiertes Tourismus- Beratungsunternehmen ein Projekt ausgearbeitet, auf dem fußend weitere Überlegungen angestellt wurden. Wie es der Zufall so will, hatte Toni Streibl, Gastronom aus Neukirchen an der Vöckla und Schwiegersohn von Peter Philipp, konkrete Pläne für einen kompletten Neubau seines Restaurants und trat an Peter heran, ob man das Freizeitpark- Projekt nicht gemeinsam realisieren wolle. Und so entstand im Ortszentrum von Neukirchen das OBRA-Kinderland, welches im Juni 2010 seine Pforten für die Gäste öffnete. Auf etwa 19.000 m² werden seither Kinder und Erwachsene mit etlichen Produkten aus dem Hause OBRA Design erfreut und zum aktiven Spielen animiert. Darüber hinaus wird der Park als Showcase für das Unternehmen genutzt um Interessenten die Möglichkeiten, die Qualität und die Alltagstauglichkeit von unseren Produkten zu demonstrieren.

Ein Ausblick in die Zukunft

OBRA-Design ist heute der Marktführer, wenn es um maßgeschneiderte Spielgeräte geht. Und dabei spielt es keine Rolle für welches Budget, denn wir passen alle Anlagen an die Gegebenheiten vor Ort und die Wünsche unserer Kunden an. Dank unserer modularen Programme und der schlagkräftigen Produktion realisieren wir individuelle Anlagen unkompliziert und schnell. Darüber hinaus planen und realisieren wir auch außergewöhnliche, einzigartige Spielanlagen. Diese Kompetenz durften wir schon vielfach unter Beweis stellen. Einen Auszug aus diesen außergewöhnlichen Projekten finden Sie in unserer Großprojekte Mappe oder auch im OBRA-Lookbook. Die nächsten Jahre werden durch die Umsetzung einer 2017 erarbeiteten Firmenstrategie geprägt sein, wo als Schwerpunkt eine Exportoffensive definiert wurde. Ziel ist es, in den europäischen Kernmärkten flächendeckend Vertriebsstrukturen aufzubauen und in den sonstigen europäischen Märkten stufenweise lokale Partner zu finden. Begleitend werden die internen Abläufe laufend modernisiert und professionalisiert. So soll ein organisches Wachstum erreicht werden, um den Standort langfristige abzusichern. In 50 Jahren verändert sich so einiges. Was jedoch bei OBRADesign Beständigkeit hat, sind unsere Philosophie und unsere Wurzeln. Daher sind wir bestrebt jeden Tag noch ein bisschen besser zu werden um ein Lächeln in die Gesichter der Nutzer zu zaubern.

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